Gsund bleiben und sich was Gutes tun ..

Eine der Lieblingszeitschriften am Hof ist der wöchentlich erscheinende Salzburger Bauer. Kaum ist er da, will ihn jeder lesen – ein handliches Format, interessante Themen und für Frau und Mann immer etwas dabei
. Bei uns gibt es eine klare Reihenfolge – wer die Zeitung als erstes liest. Der Opa bekommt ein eigenes Exemplar und bei uns in der Familie werfen zuerst die beiden Männer einen Blick rein. Und zum Schluß komme ich – und hab mir schon so manchen guten Tipp oder Rezepte aus dieser Zeitung geholt. Ich liebe auch die Kurzgeschichten von Bäuerinnen für Bäuerinnen erzählt – einfach schön.
In dieser Ausgabe war eine besondere Doppelseite mit dabei – ich möchte sie mit Euch teilen, es geht um das Räuchern, das auch mir so wichtig ist und um einfache Hausrezepte, die in dieser Zeit so nützlich und schnell zu machen sind. Viel Spass beim Lesen und Nachmachen.


Besonders wichtig ist finde ich das tägliche Kochen, ich nehme mir jetzt mehr Zeit dazu. Auch das gemeinsame Frühstück ist etwas Besonderes für uns – ab und zu selbstgemachte Weckerl neben dem Bauernbrot ist herzhaft gut. Zwei besonders gute Rezepte, die ich einfach, schnell und superlecker finde, gibts hier:
Hannas Drei-Ecksweckerl:
450 g Roggenmehl, 450 g Weizenmehl, 40 g Haferflocken, 40 g Sonneblumenkerne oder Kürbiskerne, 20 g Sesam oder Leinsamen, 20 g Backmalz wenn vorhanden, 20 g Löwenzahnhonig oder Bienenhonig (idealerweise einen flüssigen), 18 g Salz, 20 g Öl oder flüssige Butter, 1/2 Würfel frische Germ (Hefe, kann auch Trockengerm verwendet werden), 600 g lauwarmes Wasser.
Mehl, Haferflocken, Kerne, Backmalz, Salz vermischen, dann die Hefe mit lauwarmen Wasser und Öl leicht unterrühren und mit dem Knethaken zu einem mittelfesten Teig verarbeiten, ca. 20 min gehen lassen. Den Teig durch zwei Teilen und mit dem Nudelholz zu einem Viereck ausrollen. Nicht zu dünn – 2-3 cm dick. Dreiecke oder Tortenstücke oder Vierecke draus schneiden. Man nimmt dann einen Teller – gibt ein bisschen Wasser, Leinsamen, Kürbiskern und Sonnenblumenkerne rein und taucht die Dreiecke kurz in das Gemisch ein und gibt die Weckerl auf ein Backblech. Den Ofen auf 230 Grad erhitzen. Ich mache auch immer welche natur „ohne Körner“ und spritz sie einfach mit Wasser an. Abstand zwischen den Ecken halten, da sie noch aufgehen. Nachdem man das Blech voll hat, gibt man die Weckerl bei 230 Grad rein und lässt sie 15-20 Minuten bakcen. Wenn Sie „unten hohl“ klingen und oben eine schöne Farbe haben, sind sie fertig. Auf Rost geben und auskühlen lassen. Geniessen ! Diese Weckerl kann man süss und sauer essen.
Südtiroler Weckerl:
Noch einfacher und schneller zubereitet sind die Südtiroler Weckerl, sie schmecken fast wie die Vintschgauer und sind deswegen so optimal, weil man den Teig sehr schnell und einfach am Vorabend vorbereiten kann und in der Früh nur mehr die Weckerl rausstechen muss und in den Ofen schiebt. Wir lieben diese Weckerl.
Man braucht: 400 g Weizenmehl, 100 g Roggenmehl, 2 Esslöffel Öl, etwas Brotklee, 1 -1,5 Teelöffel Salz, eine halbe Packung frische Germ (Hefe) und 340 g Wasser. Man kann auch 250 g Weizen und 250 g Roggenmehl verwenden.



Den Brotklee setze ich selbst im Garten an und habe dann meist das ganze Jahr über den getrockneten Klee für diese leckeren Weckerl und mein Sauerteigbrot im Haus. Man kann den Brotklee auch bei Irmi im Geschäft Naturgeladen in Gastein bestellen oder aus unserem Hofladen mitnehmen, wenn man keinen zuhause hat. Am Abend macht man aus den Zutaten einen schnellen Germteig und lässt ihn dann über Nacht zugedeckt kühl stehen. Am Morgen dann die Weckerl mit einem Löffel rausstechen und mit Wasser besprühen, mit einem kleinen Sieb Roggenmehl drauf streuen und rein ins Backrohr bei 240 Grad, ca. 20 min backen, bis sie eine schöne Farbe haben und auf der Unterseite hart sind. Ich besprühe sie zwischendurch immer wieder mal mit Wasser. Hat man keinen Klee daheim, schmecken die Weckerl ebenso gut, man kann auch Kürbiskern, Sonnenblumenkerne dazugeben, wenn man möchte.
Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken. Diese fotos sind von heute früh. Bleibt gesund !
Katharina schwaiger vom Zittrauerhof in Gastein.



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