Mit heimischen Kräutern reinigen ..

Ich bin ein absoluter Räucher-Freak!

Bei uns am Hof wird nicht nur in der Weihnachtszeit geräuchert, sondern das ganze Jahr über – sogar mehrmals in der Woche. Ich halte von diesen Räucherungen sehr viel. Es ist auch in dieser bewegten Zeit für mich eine Möglichkeit, zu Entschleunigen,  sich zu besinnen und auf alte Hausmittel zurückzugreifen. Wir sind als Kinder schon immer mit unserer „Muata“ – Oma andächtig räuchern gegangen, es hat uns Kraft und Zuversicht gegeben und wir haben uns sicher gefühlt.

Ich kann mich noch so gut erinnern, als Willi, unser langjähriger Knecht, nach seinem Krankenhausaufenthalten in sein frisch geräuchertes Zimmer zurückkam. Er hat sich immer über den Duft gefreut und gesagt, „da kann ich wieder schnaufen“.

Ist ein Raum voller negativer Energie oder Krankheit, hat man das Gefühl, „keine Luft“ mehr zu kriegen. Ist es euch auch schon mal so ergangen? Da kann man sich mit Räucherungen wie Salbei, Wacholder, „Kranzach“, Weihrauch und Harzen aus unserem Wald gut behelfen. Am besten, man nimmt die Kräuter aus dem eigenen Garten und hochwertigen Weihrauch sowie Harze von unseren heimischen Wäldern.

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Wie mache ich eine Räucherung? Man braucht Zeit! Es hat keinen Sinn, schnell zwischendurch mit der Pfanne durchs Haus zu laufen, finde ich. Will ich eine reinigende Räucherung, dann beginne ich im Keller und räuchere dann die Räume im Haus, auch räuchere ich besonders intensiv in den Ecken der Räume.

Anschließend hält man die Fenster geschlossen, bis sich die Räucherung im Raum aufgeteilt hat. Ich lege auch oft meine Gedanken beim Räuchern mit in die Pfanne und ersuche, dass diese Angst oder Krankheit weichen möge. Die Räume bleiben dann, bis sich der Rauch so richtig entfaltet hat, geschlossen und im Anschluss öffne ich dann alle Fenster und Türen zum Generallüften. Ich finde, der Raum ist danach „reiner“, wenn ihr versteht, was ich meine. Ist alles gut durchlüftet, mache ich meist noch eine weitere Räucherung, ganz leicht und dezent mit feinen Düften wie Rosenweihrauch oder Rosenblättern, Melisse. Dann wird der Raum zuerst gereinigt und dann mit guten, harmonisierenden Düften „angefüllt“.

Möge es für viele ein Hokuspokus sein, für mich ist es das nicht. Ich habe es mehrmals gesehen, dass diese Räucherungen wirklich geholfen haben – wenn zum Beispiel eine Gastfamilie krank ist, wird der Raum nach der Abreise gründlich gereinigt und das Zimmer bzw. Appartement geräuchert.  So ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Familie, die danach ihren Urlaub im Zimmer verbringt, dieselbe Krankheit bekommt. Ich habe den Vergleich gesehen, dass man trotz genauer Reinigung ohne Räucherung dies oft nicht verhindern konnte.

Welche Räucherwaren nimmt man am besten her? Am besten ist meiner Meinung nach alles, was bei uns wächst – Harz, Holz, Blüten oder ganze Kräuter – dann kann man sich unterschiedlichsten Düften erfreuen und die gewünschte Wirkung erzielen.

Mit was räuchert man am besten? Am besten eignet sich meiner Meinung nach für grössere Häuser die Räucher-Pfanne, in der die Glut vom Holzofen reingegeben wird, auf ihr wird das Räucherwerk dann platziert. Oder eine kleinere Räucherpfanne vom Geschäft. Man kauft sich eine Räucherkohle, entzündet sie, wartet bis sie „glüht“ und gibt dann das wertvolle Räuchergut drauf.

Ich sehe die Räucherungen auch als „sich Zeit nehmen“. Ein Zeit nehmen für ein Ritual, für eine gute Erfahrung und für ein bisschen Ruhe, die so wichtig ist, besonders in den letzten Tagen und Wochen, in der die Medien uns Angst und Bange in unser Heim bringen.

Bleibt gesund, vielleicht ist ja für den einen oder anderen die Räucherung auch das Passende, diese Herausforderung leichter zu tragen. Liebe Grüße, Katharina vom Zittrauerhof in Gastein.