Pate sein – eine besondere Aufgabe
In unserer Regionen ist es eine besondere Ehre und Wertschätzung, wenn man als Taufpatin oder von einem Firmling als Pate – bei uns heisst es Gödn oder Gothi – gefragt wird.
Ein Pate nimmt im Leben des Kindes einen besonderen Stellenwert ein: Man ist für ihn da, wenn einem zum Lachen oder Weinen ist, schenkt dem Kind idealerweise Zeit für gemeinsame Ausflüge und ist zur Stelle, wenn man einen Blödsinn angestellt hat oder einem das Kind nötig braucht.
Zu den Festtagen wie Weihnachten, Ostern, Geburtstagen bekommt man vom Paten ein Geschenk, das aber nicht materiell sein muss. Wird man Taufpatin, erhalten die Kleinen ein Ketterl und eine Taufkerze und bei der Firmung bekommt man eine Uhr und einen schönen Firmausflug. Ob das bei vielen Familien jetzt noch so ist, weiss ich nicht, bei uns ist es nach wie vor so Tradition.
Warum erzähle ich über die Patenschaft ? Weil die Gödnleute in meinem Leben schon eine große Rolle gespielt haben und meine Kinder in der glücklichen Lage sind, solche Gödnleute ebenso zu haben und ich darüber sehr froh und dankbar bin.



Sie werden so ein Stück weit mitgetragen von den Paten, erleben Hilfestellungen und schönste Momente, die man sein Leben lang nicht vergisst. Sei es eine erlebnisreiche Bergtour oder das Auswärtsschlafen bei der Gothi oder das gemeinsame, lustige Kartenspielen oder das Unterstützen bei persönlichen Zielen und Besuchen von Veranstaltungen oder Lernen bei besonderen Prüfungen.




Oder die gemeinsame Pferdeleidenschaft. Auch die Wanderungen und Touren bleiben unvergesslich!
Danke an Elisabeth, Sepp, Rosi und Tom, dass unsere Kinder diese Besonderheit erleben dürfen !
Diese Erfahrung teilen sicherlich viele unter euch. Ich freue mich über Eure Berichte, wie es euch als Gödnleute so geht oder welch gute Paten ihr habt/hattet !
Alles Liebe vom Zittrauerhof, Eure Bäuerin Katharina



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