Mein Praktikum auf dem Zittrauerhof

Hallo, ich bin Ilse und komme aus den Niederlanden. Seit einigen Wochen darf ich mein Auslandspraktikum auf dem Zittrauerhof verbringen – eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

Schon von klein auf hat mich die Landwirtschaft begeistert. Zu Hause arbeite ich auf einem Milchviehbetrieb mit 230 Milchkühen und 175 Stück Jungvieh sowie auf einem Kälberbetrieb mit rund 970 Fleischkälbern. Diese Erfahrungen haben mich dazu motiviert, Tierhaltung an der Aeres Hogeschool in Dronten zu studieren.

Für mein Auslandspraktikum war für mich schnell klar, dass ich nach Österreich möchte. Mich faszinieren die kleineren Familienbetriebe, auf denen mit viel Herzblut gearbeitet wird. Außerdem liebe ich die Berge und wollte meine Deutschkenntnisse verbessern. Als ich den Zittrauerhof im Internet entdeckte, wusste ich sofort: Das ist genau der richtige Ort für mein Praktikum.

Heute kann ich sagen, dass ich mich hier richtig wohlfühle. Mein Alltag ist abwechslungsreich und spannend. Morgends beginnt der Tag im Stall, wo ich beim Füttern und Versorgen der Tiere mithelfe. Besonders gerne kümmere ich mich um die Kälber, ich gehe täglich auf die jeweilige Weide, schaue, ob bei den Kleinsten alles in Ordnung ist, genügend Wasser fließt, füttere sie und wenn die Weide dort aus ist, bringe ich sie mit Katharina wieder in eine andere Koppel.

Je nach Wetter arbeite ich auch auf den Wiesen, helfe beim Heuen, Mähen mit der Motorsense mit oder unterstütze im Garten. Aber auch im Haus gibt es immer etwas zu tun – vom Kochen bis zur Betreuung der Gäste.

Gerade diese Mischung macht das Praktikum für mich so besonders. Ich arbeite nicht nur mit Tieren, sondern komme auch mit vielen Gästen ins Gespräch. Es macht mir Freude, ihnen den Bauernhofalltag näherzubringen und zu zeigen, wie viel Arbeit und Leidenschaft hinter hochwertigen Lebensmitteln steckt.

Natürlich gibt es auch anstrengende Tage. Doch wenn ich am Abend auf die Berge blicke und sehe, was wir gemeinsam geschafft haben, weiß ich, warum ich diesen Beruf so gerne ausübe. Ich lerne hier jeden Tag etwas Neues – über die österreichische Landwirtschaft, das Leben auf einem Familienbetrieb und über mich selbst.

Nach meinem Studium möchte ich als Beraterin im Jungviehbereich arbeiten. Gleichzeitig wünsche ich mir, immer mit der praktischen Landwirtschaft verbunden zu bleiben. Denn genau hier fühle ich mich am richtigen Platz. Ilse